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GEPATSCH, ÖSTERREICH

SPERRENHAUS

Das Sperrenhaus des Kaunertalkraftwerkes ist ein ehemaliges Mitarbeiterhaus und wurde 1964 mit der Fertigstellung des Staudammes Gepatsch an die damaligen Nutzer übergeben. Seit der automatisierten Fernübertragung sind jedoch viele Anforderungen an das Gebäude nicht mehr gegeben. Das Gebäude bzw. einzelne Gebäudeteile werden bei Arbeiten im Nahbereich oder bei Revisionen immer wieder genutzt. Zudem sind einige technische Einrichtungen, das Notstromaggregat und die Trafostation noch in Betrieb.

Wie kann der Rückbau des Gebäudes auf ein sinnvolles Mindestmaß aussehen und wie kann dadurch auch ein zusätzlicher Mehrwert für Bauherren und Nutzer erzielt werden?

Grundgedanke war es, ein Gebäude zu schaffen, welches sich nicht nur in die vorgefundene Landschaft integrieren soll, sondern auch mit dieser agieren kann. So sollen bestehende Teile des Gebäudes, welche keine wesentlichen Aufgaben mehr haben,, abgebrochen werden.  Die verbleibende notwendige Kubatur soll saniert und um ein begehbares Dach erweitert werden. Diese, teilweise neu überdachte, Aussichtsplattform schafft einen traumhaften Panoramablick auf die umliegende Tiroler Landschaft und soll, gemeinsam mit dem hohen architektonischen Anspruch des Gebäudes, Gäste anlocken und einen wesentlichen Mehrwert für die Gegend schaffen.

Entsprechend seiner alpinen Umgebung liegt das Gebäude auf einem Gesteinsblock im Talgrund. Eine geschlichtete, vorgemauerte Steinmauer verstärkt diese Anmutung, bildet ein Bindeglied zur Staumauer und schafft eine sehr strapazierfähige und wartungsfreie Fassade. Eine moderne Wendeltreppe im Westen erschließt die neue Dachterrasse. Der Zugang zum Innere des Gebäudes ist nur intern über einen separaten  Eingang möglich.

AUFTRAGGEBER
TIWAG - TIOLER WASSERKRAFT AG
 
TYPOLOGY
ARBEIT, ÖFFENTLICH

STATUS
IN PLANUNG

STANDORT
GEPATSCH KAUNERTAL, ÖSTERREICH

 
BILDER
ROECK ARCHITEKTEN